Laura Czekanowicz: „Nicht nur ein Sport für Männer“

In jungen Jahren war Laura Czekanowicz eine ziemlich erfolgreiche Muay-Thai Kämpferin und feierte ihren größten Erfolg bei der Europameisterschaft 2014 in München. Einen zweiten Platz verbunden mit dem Prophezeien einer großen Karriere. Heute hat die 22-Jährige das Kickboxen aufgegebn und studiert Sport in Saarbrücken. Ihr Liebe dafür Gegner auf den Boden zu hauen, geht Laura heute nicht mehr im Ringe sondern auf dem Football-Platz nach. Genauer gesagt in der Defense der Saarbrückener Ladycans.

Wieso American Football?

Ich habe soviele Jahre immer diese Einzelsportart gemacht. Ich habe alleine gewonnen und alleine verloren. Irgendwann wollte ich etwas anderes. Als ich dann nach Saarbrücken gekommen bin und weil ich mich schon immer für American Football interssiert habe, habe ich mich auf die Suche nach einem Klub gemacht. Das hat mir auch von Anfang an Spaß gemacht.

Vermisst du etwas an deiner alten Sportart?

Klar vermisse ich das Gefühl im Ring zu stehen. Auch das Gefühl direkt vor einem Kampf, das ist nochmal intensiver als das vor einem Spiel. Auch das Training vermisse ich manchmal. Im Großen und Ganzen ist es einfach etwas anders.

Was sind deine persönlichen Saison-Ziele?

Ich will, dass unsere Defense sich stark präsentiert. Das sollen die Gegner auch merken und spüren. Für mich persönlich versuche ich vor allem meien Schnelligkeit einzubringen und so der Mannschaft so gut es geht zu helfen.

Und über diese Saison hinaus?

In erster Linie mache ich das aus Spaß. Natürlich wäre eine erste Bundesliga echt cool und auch bei einer Nationalmannschaft wäre ich direkt voll dabei. Leider geht das nicht, weil wir in Luxemburg keine haben und ich nicht für Deutschland auflaufen könnte. Wenn wir eine Luxemburgische hätte, wäre ich auf jedenfall direkt mit vollem Einsatz mit von der Partie.

Ist American Football denn beliebt genug für eine eigene Nationalmannschaft?

Wir haben ja bereits eine Mannschaft in Luxemburg, die spielen allerdings bei den Frauen Flag-Football also ohne Tackeln. Was ich wirklich schade finde. Ich bin mir sicher, dass man sehr viele Frauen finden würde die sich für diese Sportart interessieren, da es ein Sport für jede Frau ist. Egal ob klein, groß, dick oder dünn. Jeder wird gebraucht beim American Football. Ich denke schon, dass das auch bei uns groß werden könnte.

Warum sollten gerade Frauen in deinen Augen e mit dem American Football versuchen?

American Football ist nicht nur ein Sport für Männer. Wir Frauen können genau so gut sein, weil wir genau so hart trainieren. Genau wie bei den Männern geben wir immer 100% und machen genau den gleichen Job.

Interview von Daniel Baltes

Foto : © Michael Marx