Jérome Pauquet: Zukunftshoffnung im Badminton

Viele kennen das Badminton noch aus der Grundschulzeit unter dem fröhlich frechen Begriff des Federballes. Mit Sommerwiese und Sandalen hat das richtige Badminton allerdings wenig zu tun. Als die schnellste aller Schlägersportarten braucht es zu seiner Ausübung deutlich mehr als zwei Schläger und ein krummes Netz. 

Bereits im zarten Alter von fünf Jahren schloss sich Jérome Pauquet dem Badminton-Klub aus Kehlen an. „Meine Schwester ging damals bereits dorthin trainieren. Nachdem ich bei einigen Trainings zugeschaut hatte, wollte ich dann auch mitmachen und habe mich dem Klub angeschlossen“ erzählt Jérome wie es zu dieser doch unorthodoxen Entscheidung für das Badminton kam. Nur drei Jahre später wurde dann auch direkt sein großes Talent entdeckt und der damals 8-Jährige wurde in den Nationalkader berufen, bei dem er sich fortan noch besser entwickeln sollte. 

Heute, rund sieben Jahre später ist er Teil einer „5ième“ im Luxemburger „Sportlycée“ und hat in der Woche ungefähr neun Trainingseinheiten. „Das Training ist schon sehr Badminton-spezifisch. Also auf vier Trainingseinheiten geschaut, sind meist drei rein Badminton- und eine kraftbezogen“ erklärt der mittlerweile 15-Jährige seinen sportlichen Alltag. Wieso er trainiert weiß Jérome auch ziemlich genau: „In Sachen Schnelligkeit ist definitiv noch Luft nach oben. Und auch in den anderen Bereichen kann man immer noch besser werden.“

Einen seiner größten Erfolge feierte Jérome derweil im letzten Jahr als er, damals noch in der Kategorie U15, bei der Europameisterschaft unter die letzten Acht kam, ehe er die Rückreise aus Russland antreten musste. Für ihn persönlich gilt das Erreichen des Halbfinales, bei einem Meeting in Polen, noch höher anzusiedeln. Zurück nach Polen geht es für Jérome dieses Jahr dann auch noch einmal, wenn es im September zur U17 Europameisterschaft geht. „Ein genaues Ziel habe ich mir jetzt, da ich ja erst im ersten Jahre U17 bin, nicht gesetzt. Aber eine Medaille wäre natürlich schön“ erklärt Jérome ohne sich allerdings zu großen Druck machen zu wollen. 

Mit wie viel Weitsicht der Teenager bereits arbeitet, zeigt er nicht nur auf dem Feld. Auch in seiner Karriereplanung steht das Drehbuch bereits. „Nach meinem Abitur werde ich auf jeden Fall erstmal einige Jahre das Profi-Leben versuchen und dann einschätzen, inwiefern dies sich umsetzen lässt“ lässt der junge Mann in seine Zukunft blicken. „Ich will aber auf jeden Fall mein Abitur machen um nachher nach der aktiven Karriere noch studieren zu können und eine weitere Karriere starten zu können“ zeigt sich Jérome Pauquet in seinen jungen Jahren bereits sehr reif. 

Als vor wenigen Tagen das neue Europa-Ranking der U17 Spieler veröffentlicht wurde, zeigte dieses wieso der junge Mann so hohe Ansprüche an sich selbst. Mit einer Top20 Platzierung, genauer gesagt dem 17. Platz, erreicht Jérome bereits dieses Jahr eines der Ziele, die er sich eigentlich für das nächste Jahr gesteckt hatte. Das größte aller Ziele, so verriet der 15-Jährige, sei allerdings die Teilnahme an den olympischen Spielen 2028. Bis dahin ist allerdings noch etwas Zeit, trotzdem gilt eins: den Namen Jérome Pauquet sollte man sich merken.

Daniel Baltes