Vor wenigen Tagen trafen im Finale der Weltmeisterschaft elf tapfere rote Löwen gegen eine Elf aus den USA an und musste sich nach einem erbitterten Kampf geschlagen geben. In der traditionellen 2-6-3 Formation fehlte es den Luxemburgern vor allem an den Läufen in die Tiefe. Trotzdem steht am Ende des Tages die Vize-Weltmeisterschaft für die Tischfußball-Spieler aus Luxemburg.
Während die Jungs von Luc Holtz weiterhin von einer Teilnahme an einer Weltmeisterschaft träumen machen die kleinen Brüder am Tisch es ihnen vor. Nicht nur die Teilnahme auch eine Silbermedaille konnte die Nationalmannschaft des Sportes der umgangssprachlich « Kicker » genannt wird, aus dem spanischen Murica entführen. Doch wer sind diese unbesungenen Helden überhaupt?
Steve Dias: Der 34-Jährige jagt in seinem Alltag nicht den Kicker-Bällen, sondern Gesetzesbrechern hinterher. Der Polizist ist außerdem Vater von zwei Kindern.
Yannick Correira: Ebenfalls 34 Jahre alt, weiß Yannick Correira besonders gut damit umzugehen, wenn es in die heiße Phase eines Spiels geht. Der Heizungsmonteur belegt im Moment in der Weltrangliste den vierten Platz und ist damit, zumindest auf dem Papier, der beste Spieler Luxemburgs.
Carlos da Silva: Der 33-jährige Busfahrer ist es gewohnt große Maschinen zu leiten, dass in seinen Finger auch eine gute Portion Feinfertigkeit steckt, zeigt er immer wieder am Kicker. Anders als auf eine Silbermedaille bei der Weltmeisterschaft muss Carlos da Silva auf sein zweites Kind noch ein wenig warten.
Mickael Correira: Der Fachmann der Betriebsunterhaltung darf nicht nur in seinem Berufsleben von sich selbst als „Fachmann“ reden. Der 25-Jährige gehört ebenfalls noch zu den Jüngeren der Mannschaft.
Daniel de Macedo: Der 32-jährige Zollbeamte hat nicht nur auf der Arbeit alles im Auge, auch beim Tischfußball behält er den Überblick und verhilft seinem Team so zum Erfolg.
Leonardo Stamerra: Soll noch einer sagen Studenten wurden nur auf der faulen Haut rumliegen. Leonardo Stamerra ist neben dem Studium einfach mal ganz souverän Vizeweltmeister geworden. Mit 24 Jahren ist der Student übrigens auch das Küken der Gruppe.
Bruno Goncalves: Dass man als 31-jähriger Busfahrer Erfolg haben kann in der Nationalmannschaft des Tischfußballs hat uns ja schon Carlos da Silva gezeigt. Der einzige Unterschied? Bruno Goncalves beherrscht auch noch die Fähigkeiten nebenbei ein Kind großzuziehen.
Fabio Ferreira: Wenn es darum geht etwas zu gestalten, führt an ihm kein Weg vorbei. Der 28-Jährige ist in seinem Alltag für infrastrukturelle Entwicklungen zuständig, in seiner Freizeit Designt er die Spielzüge seiner Mannschaft.
Cindy da Fonte: Nicht nur dabei um die Frauenquote zu erfüllen ist die 24-jährige Cindy da Fonte. Ist sie in ihrem Arbeitsleben noch Managerin, so ist sie am Kicker-Tisch aktiv mit von der Partie.
In Luxemburg wird also nicht nur in den zahlreichen Cafés gekickert. In Zukunft sollte man diese Namen auf dem Schirm haben, denn es wäre kein Wunder wenn sie eines Tages eine Medaille in einer andere Farbe mit ins Großherzogtum bringen.
Daniel Baltes
Foto : ITSF
