Die „Doyenne“ konnte in der vergangenen Woche beim Auftritt auf heimischen Parkett nicht unbedingt ein Wunschresultat mit in die Halbzeit der ersten Qualifikationsrunde zur Europa League nehmen. Die 2:1 Niederlage gegen den georgischen Vertreter Chikhura Sachkhere hat die Tür zur zweiten Runde fast gänzlich zugeschlagen.
Trotz einer 1:0 Führung in den ersten 45 Minuten im Hinspiel, ließ man sich von den Georgiern in der zweiten Halbzeit den Schneid abkaufen und verlor das Spiel denkbar ungünstig mit 2:1. Nachdem Sinani per Elfmeter der Fola Hoffnung verschafft hatte, konnte Mikheil Sardalishvilli in der 59. Minute ausgleichen. Der Elfmetertreffer von Rechtsverteidiger Koripadze in der 86. Minute verschaffte den Georgiern dann schlussendlich eine richtig gute Ausgangsposition.
Die georgische Mannschaft hatte sich über den nationalen Pokalwettbewerb für die Europa League qualifiziert und zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass im ganzen Kader nur ein einziger Nicht-Georgier steht. Hierbei handelt es sich um Torhüter Dino Hamzic, der Bosnier hatte im Hinspiel mit einigen starken Paraden den Angriff der Fola ins Grübeln gebracht. Für das Spiel am Mittwoch um 18:00Uhr stehen den Gastgebern alle Spieler zur Verfügung, das alles während man bei der Fola einigen Schwerverletzten (unter anderem Bensi und Dikaba) nachtrauert.
Die Fola wird aufgrund des Resultates gezwungen sein von der ersten Minute an offensiven Fußball zu spielen. Aufgrund der zwei Gegentore des Hinspiels und der Auswärtstorreglung, welche in der Europa League in Kraft ist, müssen die Männer von Jeff Strasser mindestens zweimal treffen, wollen sie am Mittwoch in Georgien doch noch den Einzug in die zweite Runde klar machen. Einer kleiner Vorteil dabei ist, dass ein Tor des Gegners erstmal nicht sonderlich viel an dem Ziel der Fola ändert. Egal op Chikhura Sachkhere nun ein Tor macht oder nicht, das primäre Ziel für die Fola sind zwei eigene Treffer.
Die Aufgabe wird für die durch den Transfermarkt oder Verletzungen minimierte Mannschaft aus Esch mehr als nur schwer und dennoch nicht unmöglich. Den Spielern die am Mittwoch auf dem Platz stehen, bietet sich allesamt die Möglichkeit Teil einer großen Überraschungen zu werden. Diese Möglichkeiten beflügeln ja bekanntlich.
DB
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