Europa League: schlechtes Spiel, magere Ausbeute

Ein Spiel ohne sportliche Bedeutung, die fehlende Kreativität eines Danel Sinani und eine traurige Atmosphäre – Das letzte Spiel der Düdelinger Gruppenphase war sicherlich kein Hingucker, das Resultat im Nachhinein auch eine Enttäuschung.

Ein grob verfehltes Tackling von Garos lud bereits in der dritten Minute die Mannschaft aus Qarabag in Person von Zoubir zu einem eins gegen eins mit Joubert ein. Sein Schuss flog allerdings deutlich über das Düdelinger Gehäuse. Dem schnellen Start in die Partie konnten beide Mannschaften allerdings nicht gerecht werden, so folgten in den nächsten fast 30 Minuten neben einer Menge Fehlpässe auch eine ordentliche Anzahl an Fouls im Mittelfeld. Das Highlight bis dahin war wohl das Foulspiel des Unparteiischen an Dominik Stolz, der diesen seitlich um rempelte. In der 33. Spielminute dann brachte eine gefährliche Freistoßposition aus rund 20 Metern den Fans aus Luxemburg Hoffnung auf etwas Gefahr. Ähnlich wie das Tackling von Garos in der Anfangsphase missplatzierte Schnell diesmal den Freistoß relativ deutlich. Wieso Torhüter Magomedaliyev auf dem Platz und nicht zu Hause vor dem Fernseher saß durfte er dann in der 37. Minute nochmals zeigen, ein Ballverlust von Medvedev im Aufbauspiel und ein Querpass von Bernier auf Bettaieb brachten den Schlussmann allerdings nicht aus der Ruhe. Bettaieb vergibt die einzige gute Chance in der ersten Halbzeit kläglich, womit die Partie mit 0:0 in die Pause ging. Düdelingen darf sich nach 45 Minuten zwar die bessere Mannschaft nennen, allerdings die bessere von zwei schlechten.

Ähnlich wie in der ersten Halbzeit dauerte es auch in der zweiten nicht ganz lange bis zum ersten Highlight. Nachdem Garayev rechts hinten ungestüm in einen Zweikampf gegangen war, zog der Schiedsrichter die zweite Gelbe Karte und ließ folgerichtig die Rote folgen. Direkt konnten die Düdelinger daraus allerdings kein Kapital schlagen. Nach einem Distanzschuss durch Quintana in der 55. Spielminute erneut weit über den Kasten von Joubert, kamen die Düdelinger allerdings ins Rollen. Ein herrlicher Pass über die Verteidigung erreichte Bettaieb, der wunderschön annahm und den Ball elegant über den Keeper ins Tor hob. Dumm nur, dass der Linienrichter sich an der schlechten Leistung der beiden Teams im ersten Durchgang ein Beispiel nahm und komplett fehlerhaft auf Abseits entschied – Glück für Qarabag. Nur fünf Minuten später erreichte ein verstolperter Schuss von Quintana, Emreli alleine vor Joubert. Dieser konnte den Ball allerdings nicht auf den Kasten des Kapitäns bringen. Eine weitere Minute verging, bevor Bougrine nach Pass von Stolz in den Strafraum stößt und den Ball im Tor der Heimmannschaft unterbringt. Das 1:0 zu dem Zeitpunkt hochverdient. In der 73. Minute erlaubt ein Freistoß aus der eigenen Hälfte es Zoubir erneut alleine vor Joubert aufzutauchen, sein Heber über den Schlussmann landete allerdings neben dem Tor. In der 80. Minute sollten die beiden eingewechselten Romero und Gueye dann nochmal zu einer Doppelchance für Qarabag kommen. Joubert und die fehlende Portion Zielwasser bei Gueye hielten die Führung von Düdelingen fest. Unordnung in der defensive von Düdelinger erlaubt dem starken Zoubir in der 85. Minute ein Dribbling bis in den Strafraum der Luxemburger, bevor Tom Schnell mit einem Tackling in letzter Sekunde zur Ecke klären konnte. Diese Schlussoffensive von Qarabag fand in der 91. Minute nach einer flachen Hereingabe von Romero und einem Abschluss von Gueye ihren krönenden Abschluss: das 1:1 in der Nachspielzeit. Somit schließen die Düdelinger ihre Europa-League Saison mit vier Punkten und dem letzten Tabellenplatz ab, eine respektable, aber beim Blick auf die Spiele auch zu magere Leistung.