Nachdem man vergangene Woche trotz einer überzeugenden ersten Hälfte beim Heimspiel gegen den FC Valletta nicht über ein 2:2 hinaus kam, steht nun am Dienstag beim Rückspiel in Malta die neu formierte Mannschaft des Luxemburger Meisters mächtig unter Druck.
Die Düdelinger, welche nach Informationen des deutschen Portals transfermarkt.de 27 neue Spieler in ihrem Kader haben, brauchen im Rückspiel nun mindestens einen eigenen Treffer um in die nächste Runde einziehen zu können. Durch das Kassieren zweier Treffer im eigenen Stadion, ist der FC Valletta nun dementsprechend im Vorteil, dass es bei einem Unentschieden mit weniger als zwei Treffern pro Team als Gewinner vom Platz gehen darf. Es dürfte also nicht einfach werden für den F91 und das, obwohl man doch in den ersten 45 Minuten eine solch überzeugende Leistung absolviert hatte(2:0 Pausenführung).
Co-Trainer, Henri Bossi, klagte vor einer Woche die fehlende Spielpraxis an und begründete die schwächelnde Schlussphase auch hiermit und hoffte im gleichen Atemzug auf ein schnelles spielerisches Zusammenfinden der Mannschaft. Neuzugang Ricardo Delgado stellte die Fehler um den Sechzehner herum in den Fokus und beklagte das zu leichte Hergeben von Standardsituationen. Diese könnten auch im Rückspiel entscheidend werden, wenn man bedachte, dass beide Tore des FC Valletta per Standard erzielt wurden. Hierbei gilt es vor allem den brasilianischen Zehner Douglas Packer in den Griff zu bekommen. Dieser hatte im letzten Spiel mit einem Tor, per direktem Freistoß, und einem Assist, nach Eckball, das Spiel fast schon im Alleingang gedreht.
Doch es gibt auch positive Nachrichten für den F91. Nach einer Gelb-Roten Karte im Hinspiel fehlt Mittelfeldmann Rowen Muscat im Rückspiel gesperrt und kann dem FC Valletta nicht dabei helfen den faktischen Vorsprung über die Zeit zu retten. Der 28-Jährige hatte in der letzten Saison fast alle Spiele für den maltesischen Meister absolviert und hinterlässt eine große Lücke im Mittelfeld der Heimmannschaft von Trainer Gilbert Agius. Die Düdelinger müssen derweil weiterhin auf den Kapitän Jonathan Joubert (nicht rechtzeitig fit geworden) und Linksaußen Antoine Bernier verzichten.
Das Spiel findet am morgigen Dienstag im heimischen Ta Qali Stadion statt. Um 20.00 Uhr Luxemburgischer Zeit erfolgt der Anpfiff. Der Schlüssel zu diesem Spiel wird dabei vor allem in den Standardsituationen liegen und darin wie schnell sich die Düdelinger Mannschaft finden wird und anfangen wird kollektiven Fußball über 90 Minuten bringen zu können. Zwar liegt die bessere Ausgangsposition bei den Gastgebern, dennoch hat man vor einer Woche im Stade Josy Barthel gezeigt, dass man den Gegner durchaus dominieren kann. Ein Weiterkommen und somit ein Einziehen in die zweite Qualifikationsrunde der Champions League sind für Düdelingen somit nicht außer Reichweite.
Daniel Baltes
Foto : © Albert Krier
