Der F91 Düdelingen zieht auch Dank einer starken Leistung von Keeper Tim Kips in die dritte Runde der Europa League Qualifikation ein. Am Dienstag Abend im Stade Josy Barthel wusste der Nationalkeeper mit mehreren starken Paraden zu überzeugen.
Ende der letzten Saison sah für den Nachwuchskeeper der luxemburgischen Nationalmannschaft noch alles danach aus, als würde er auch in der kommenden Saison beim deutschen Traditionsverein aus Magdeburg spielen. Eine Regelung über internationale Transfers, welche eine hohe Summe an Ablöse möglich gemacht hätte, hatte den Magdeburgern allerdings dann kurzerhand die Hände gebunden, die deswegen trotz spielerisch überzeugender Leistungen von Kips von einer Verlängerung Abstand nahmen. Stattdessen schloss sich der 18-Jährige dem belgischen Verein RE Virton an und wurde ohne weiteres an den luxemburgischen Serienmeister aus Düdelingen ausgeliehen. Beim luxemburgischen Teil des Becca-Imperiums wartet man immer noch auf die Rückkehr des Altmeisters Jonathan Joubert, was den jungen Kips mal so eben zur Nummer eins im Tor der Luxemburger Nummer eins machte.
Im Rückspiel gegen den FK Shkëndija war es vor allem in den ersten 45 Minuten auch Kips zu verdanken, dass die Düdelinger ihren minimalen Vorsprung in die Pause retten konnten. Mit Paraden gegen die zahlreichen Offensivaktionen von den weder verwandten noch verschwägerten Ibraimis hielt er das 0:0 für die Düdelinger in einer insgesamt schwachen ersten Hälfte fest. Auch die Kopfball-Bogenlampe des eignen Innenverteidigers Delgado konnte er, entgegen der Erwartungen der geschockten Zuschauer, noch in letzter Sekunde über den Querbalken lenken. „Wir hatten am Anfang sehr viele kleine Fehler drin und können im Nachhinein froh sein, dass daraus nichts größeres geworden ist. Auch für mich persönlich war es nicht meine beste Leistung. Ich habe auch relativ viele kleine Fehler gemacht und konnte nicht die von mir gewünschte Sicherheit ausstrahlen.“
Und was bringt die Zukunft?
Selbst der mittlere Schock als Kips Ende der ersten Hälfte, bei einem Neuer-liken Ausflug den Ball in die Füße des Gegners spielt und das Gegentor nur noch durch ein Tackling auf der Linie von Ricardo Delgado verhindert werden konnte, brachte den noch so jungen Keeper nicht aus der Ruhe. Neben seinen Fähigkeiten als Torwart wusste Kips auch immer wieder mit seinem feinen Füßchen und genauen Pässen zu überzeugen. Getreu des modernen Torspielers zögerten die Mitspieler nicht in einigen Situationen den Ball zurück auf Kips zu spielen der stets mit langen oder kurzen Pässen den Mitspieler fand.„Für mich persönlich ist es sehr wichtig aktiv Teil des Spieles zu sein und meinen Mitspielern im Spielaufbau zu helfen. Bereits im Magdeburg aber auch in Trier haben ich und meine Trainer darauf viel Wert gelegt. Ich denke, dass das Spiel mit dem Ball am Fuß auch definitiv zu meinen Stärken zählt und ich der Mannschaft auch in diesem Bereich helfen kann.“
Für seine Zukunft wünscht sich Kips vor allem eines: viel Spielpraxis um die Kleinigkeiten, die er selbst so offen anspricht Stück für Stück weiter aus seinem Spiel zu eliminieren und ein besserer Torhüter zu werden. Ob es für ihn nach dieser Saison nach Virton oder wohin die Reise des jungen Luxemburgers geht, weiß er zu diesem Zeitpunkt noch nicht. „Ich will jetzt einfach Spielpraxis sammeln, mich persönlich verbessern und natürlich auch möglichst erfolgreich Fußball spielen.“
Daniel Baltes
Foto : Albert Krier
